Ein neuer Horizont

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Berührende Bücher“. Hier geht es zum erklärenden Beitrag „Noch mehr berührende Bücher“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Manchmal liegen in neuen Büchern so kleine Prospekte mit weiteren Neuerscheinungen. In welchem Buch ich so einen kleinen verführerischen Katalog entdeckt habe, weiß ich nicht mehr, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich sofort mindestens zwei Bücher darin gesehen habe, die ich unbedingt lesen wollte.

Das eine war der neuste Roman von Jenny Colgan: „Sommerhimmel über dir und mir“, das im April 2024 erschienen ist. Inzwischen habe ich es bereits zwei Mal gelesen, weil es mir so gut gefallen hat.

Es beginnt zwar mit einem sehr dramatischen Ereignis, aber dann entwickelt sich eine so spannende und interessante Geschichte, dass ich es gar nicht mehr zur Seite legen wollte.

Das Buch handelt von der leidenschaftlichen Pilotin Morag, die von einer Karriere als Langstrecken-Pilotin und der Übersiedlung nach Dubai träumt und auf gar keinen Fall die winzige Fluglinie in Schottland übernehmen möchte, die seit Generationen von ihrer Familie geführt wird. Doch als ihr Großvater erkrankt und sie um Hilfe bittet, reist sie in den Norden und ist schon beim ersten Flug (wieder) total begeistert von der Landschaft und dem unmittelbaren Fluggefühl in der kleinen Maschine, welche die Inselbewohner aufs Festland bringt oder Touristen auf die kleinen Inseln. Wenn sie dem Wetter trotz und sich nach einem Regenschauer ganz unvermittelt die Sonne zeigt und die Inseln vor der Küste wie eine Perlenkette schimmern lässt, dann fragt sich Morag schon manchmal, warum sie das alles hinter sich gelassen hat.

Als sie in einem Sturm wegen eines medizinischen Notfalls an Bord auf einer der kleinen Inseln auf dem Strand notlanden muss, gerät ihr bisher streng durchorganisiertes Leben völlig aus der Bahn. Denn auf der Insel wohnt nur ein Ornithologe, der sie mehr als widerwillig bei sich aufnimmt, aber in Anbetracht des wütenden Sturms bleibt ihm nichts Anderes übrig. Als auch noch der Strom ausfällt, kann Morag es noch weniger fassen, wo sie hier gelandet ist. Doch nach und nach arrangieren sich die beiden und Morag gewöhnt sich an Ziege Frances und Huhn Barbara, obwohl sie sonst keinen Zugang zu Tieren hat (im Gegensatz zu ihrem Bruder Jamie). Und als nach zwei Tagen endlich zu Beginn des unfreiwilligen Aufenthalts heiß ersehnte Fähre in den Inselhafen einläuft, will Morag eigentlich gar nicht mehr zurück…

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