Der Wunschzettel

(Dieser Beitrag ist das 13. Türchen des diesjährigen Blog-Adventskalenders. Auf der Übersichtsseite sind alle Beiträge/Türchen verlinkt.)

Neulich habe ich – halb im Spaß, halb im Ernst – zu meinem Mann gesagt: „Ich schrib glaub
das Johr wider emol e Wunschzettel.“

Als Kind habe ich jedes Jahr einen Wunschzettel geschrieben und oft das Gewünschte auch
dazu gezeichnet, damit auf jeden Fall klar war, was gemeint ist. Bevor ich
schreiben konnte, habe ich wahrscheinlich nur gezeichnet. Was ich mit dem
Wunschzettel dann gemacht habe, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.
Wahrscheinlich habe ich ihn meiner Mutter gegeben, damit die ihn an die „richtige“
Stelle weitergibt – ob ich geglaubt habe, dass sie ihn ans Christkind schickt,
weiß ich auch nicht mehr. Ich glaube, mir war schon recht früh klar, dass sie
die Wünsche eher an meine „Gotte“ (Patentante) und die Großeltern weitergibt.
Aber das war ja auch egal, ich habe mich jedenfalls immer riesig darüber
gefreut, wenn einer der Wünsche erfüllt wurde und das heiß ersehnte passende
Päckchen unter dem großen, bis zur Decke reichenden, Weihnachtsbaum lag.

Ob heutige Kinder noch einen Wunschzettel schreiben oder dem Christkind eher eine Mail mit
ihren Wünschen schicken, weiß ich nicht. Aber damit die Kleinen nicht durchs
Schlüsselloch „spickeln“ können, dafür gibt es in Österreich den sogenannten
„Geschenkerlbremser“ (mehr dazu im Beitrag „
Bescherungsbremse“ des letztjährigen Adventskalenders)!

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