(Dieser Beitrag ist das 19. Türchen des diesjährigen Blog-Adventskalenders. Auf der Übersichtsseite sind alle veröffentlichten Beiträge verlinkt.)
Als Kind und Jugendliche konnte ich nie genügend Lesefutter haben – je mehr Bücher ich geschenkt bekam, umso besser! Und nachdem ich Euch schon einige Tipps zu Bilderbüchern (Türchen Nr. 8: Bilderbücher) und Büchern für Erwachsene (Türchen Nr. 17: Lesenswerte Bücher und Türchen Nr. 9: Wunderschöne Adventsgeschichte) gegeben habe, schließe ich mit diesem Beitrag die Lücke mit meinen Empfehlungen zu Kinder- und Jugendbüchern. Erst wollte ich nur ein paar wenige Bücher aufzählen, aber beim Stöbern im Bücherregal – alle empfohlenen Bücher stehen noch immer in meinem Bücherregal und werden auch noch regelmäßig gelesen – konnte ich dann doch nicht widerstehen und so ist die Liste länger als geplant geworden. Ob alle Bücher noch im Buchhandel erhältlich sind (die einen sind schon älteren Datums), habe ich nicht nachgeschaut, sind doch die meisten vergriffenen Bücher inzwischen auf (privaten) Internet-Plattformen erhältlich (wie zum Beispiel www.rebuy.de, www.medimops.de oder www.booklooker.de).
Die Turnachkinder im Winter/im Sommer
Diese beiden – herrlich erfrischenden – Geschichten der Schweizer Lehrerin und Kinder- und Jugendbuchautorin Ida Bindschedler erzählen von den Turnachkindern, die in der Stadt Zürich und am Zürichsee aufwachsen und dabei allerlei erleben und anstellen. Die beiden Ausgaben, die in meinem Bücherregal stehen, stammen von 1943 (Winter) und 1946 (Sommer). Während die Kinder im Winter in der Stadt leben, geht es für den Sommer auf die heiß geliebte Seeweid hinaus und wir können teilhaben an kleinen und großen Abenteuern der drei Geschwister Lotti, Marianne und Hans. Gerade am See ist immer für Aufregung gesorgt…!
Die Kinder von Bullerbü
Mein erstes „richtiges“ Buch, das ich gelesen habe! Und noch heute lese ich gerne noch das eine oder andere Kapitel dieses Kinderbuch-Klassikers von Astrid Lindgren. Ursprünglich drei Bände, gibt es heute meist alle drei in einer Ausgabe. Auch hier können wir regen Anteil am Leben der Kinder von Bullerbü nehmen: Ole (vom Südhof mit Schwester Kerstin und Hund Swipp), Lasse, Bosse und Lisa (vom Mittelhof) und Britta und Inga (vom Nordhof). Ob es im tiefen Schnee in die Schule geht oder die Mädchen zum Einkaufen geschickt werden, ob zusammen Weihnachten gefeiert wird oder Mittsommer – anschaulich wird das schwedische Leben geschildert.
Ronja Räubertochter
Mein absolutes Lieblingsbuch von Astrid Lindgren ist allerdings „Ronja Räubertochter“: die Geschichte der unerschrockenen Tochter von Räuberhäuptling Mathis, die in der Nacht geboren wird, als die Burg, in der die Räuberbande lebt, in zwei Teile gespalten wird. Sie geht mutig ihren Weg und überwindet dabei Hindernisse, die als unüberwindbar gelten. Damit gewinnt sie nicht nur einen lieben Freund – Birk, der Sohn der Räuberbande, welche in die andere Hälfte der Burg eingezogen ist, nachdem sie gespalten wurde – sondern macht auch ihrem Vater klar, dass man gemeinsam stärker ist. Auch wenn es manchmal etwas gruselig ist, wenn sie im Wald sonderbaren Wesen begegnet, so trotzt sie doch jeder Gefahr und lebt wild und frei.
Die kleine Hexe, Das kleine Gespenst, Der kleine Wassermann
Diese drei Klassiker von Otfried Preußler haben es mir auch angetan und ich freue mich darüber, dass ich die Exemplare im Bücherregal stehen habe, die früher meiner Tante gehört haben. Alle Bücher sind übrigens mit zahlreichen, ansprechenden Illustrationen versehen.
„Die kleine Hexe“ möchte endlich mit den großen Hexen auf dem Blocksberg herumfliegen dürfen. Dazu muss sie eine „gute“ Hexe werden. Zusammen mit ihrem Raben Abraxas versucht sie das deshalb ein ganzes Jahr lang. Was daraus wird? Sie wird zum Schluss tatsächlich in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg über das Feuer reiten, allerdings etwas anders als gedacht…
„Das kleine Gespenst“ möchte unbedingt einmal am Tag wach werden und nicht immer nur um Mitternacht. Als die Rathausuhr, auf deren Glockenschlag es „hört“, versehentlich umgestellt wird, geht sein Wunsch in Erfüllung… dabei erlebt es lauter unfreiwillige Abenteuer, bis es sich nichts mehr sehnlicher wünscht, als wieder um Mitternacht spuken zu dürfen…
„Der kleine Wassermann“ lebt mit seinen Eltern im Mühleteich. Wie es sich für einen Wassermannjungen gehört, hat er grüne Haare, grüne Augen und Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Bald ist er groß genug, um mit seinem Vater oder seinem Freund, dem Karpfen Cyprinus, auf Entdeckungsreise zu gehen. Dabei erlebt er unzählige Abenteuer und stellt auch die eine oder andere Dummheit an… (Das Buch war übrigens Preußlers erste Buchveröffentlichung.)
Rubinrot, Saphierblau, Smaragdgrün
Die sogenannte Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier ist nun neueren Datums, nämlich aus den Jahren 2009 bis 2010. In den drei Bänden wird die Geschichte von Gwendolyn erzählt, die eines Tages herausfindet, dass sie in der Zeit reisen kann! Zu Beginn findet sie das allerdings alles andere als lustig – ganz im Gegensatz zu ihrer Freundin Lesslie, die es „cool“ findet, eine Zeitreisende als Freundin zu haben – doch dann lernt sie den gut aussehenden Gideon kennen (auch ein Zeitreisender) und schon bald stecken die beiden kopfüber in lebensgefährlichen Abenteuern. Ihre fiese Cousine Charlotte ist ihr dabei überhaupt keine Hilfe, doch der Geist des Wasserspeier-Dämons Xemerius unterstützt Gwendolyn so gut er das als Geist eben kann. Aufregend und lustig zu gleich und mit interessanten Einblicken in alte Zeiten, sind die drei Bände leider viel zu schnell gelesen… aber ich habe glücklicherweise noch eine Empfehlung von Kerstin Gier:
Wolkenschoss
Das 2017 von Kerstin Gier erschienene „Wolkenschloss“ spielt im schweizerischen Wallis: weit oben in den Bergen über dem Tal liegt das alte Luxushotel, das seine besten Zeiten hinter sich gelassen hat. Die Praktikantin Fanny ist vor ihrer Familie und dem vermasselten Schulabschluss an diesen angeblich magischen Ort geflüchtet und erlebt nun hautnah, wie Prominente und Reiche Gäste zum legendären Silvesterball anreisen – nur um sich am Ende draußen im Schnee, mit nur einem Schuh, dem kleinen Kind eines russischen Oligarchen auf dem Arm, einem verschollen geglaubten Schmuckstück um den Hals und einer Schusswunde an der Schulter wieder zu finden… welche Rolle bei ihrer Rettung ein Fassadenkletterer spielen und wer Gäschi und Wäschdi sind – dies und mehr in „Wolkenschloss“!
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