Die Freude an Farben

(Auch mit diesem Beitrag setze ich meinen Neujahrsvorsatz um.)

Die folgenden paar Zeilen habe ich auf der Suche nach dem Entwurf zu „Die Lust am Schreiben“ aufgestöbert – jetzt wird daraus der in „Die Lust am Schreiben“ erwähnte zweite (kürzere) Beitrag: „Und da ich auch irgendwie Lust auf Farben habe, stelle ich mir vor, wo ich jetzt – Anfang Februar – Farben „finde“ – es kommt mir doch einiges in den Sinn: Die hellen gelben Blüten der Winterlinge, die in unserem Garten leuchten und die weißen Blüten der Schneeglöckchen, zaubern Frühlingsgefühle hervor. Die kräftig pinken Blüten von Alpenveilchen, die ich beim Spazieren in einem Nachbarsgarten entdecke. Das geheimnisvolle rote Glas in der orientalischen Laterne, die einen Hauch von 1001 Nacht in unsere Sitzecke zaubert.“ Hier möchte ich gleich noch ergänzen: im Februar tummeln sich in unserem Garten und an den Futterhäuschen und Futterknödel unzählige bunte Vögel – da leuchten die orangen Kehlen der Bergfinken, da leuchtet das rot und gelb gefleckte Gefieder der Distelfinken, die Grünfinken schillern mit ihrem grün und gelblichen Kleid und die Meisen mit ihrem blau, weiß, gelb und schwarz – so viele Farben direkt vor meinem Bürofenster!

Ich liebe es, Farben zu entdecken: sei es im Frühling auf einem Spaziergang (ich hoffe, er kommt bald!), sei es im Garten oder sonst in der Natur. Natürlich nicht zu grell, nicht zu viel, aber nur schwarz-weiß ist mir zu wenig. Auch wenn ich solchen Fotografien durchaus künstlerischen Respekt entgegenbringe, so hält doch das Leben für mich mehr als nur Grautöne bereit. Ich umgebe mich auch gern mit Farben: nicht umsonst ist unsere alte, nun restaurierte Holztreppe in natur, rot und weiß gehalten. Und die Holzfassade, die unser Haus teilweise ziert, leuchtet in kräftigem Schwedenrot (dazu passend die Haustüre und die Fenstersimse im Haus).

Vielleicht ist das nicht immer so, aber natürlich kommt diese Liebe zu den Farben auch von meiner Malerei. Im Atelier reihen sich Farbflasche an Farbflasche, Farbtube an Farbtube – hier kann ich mich so richtig austoben, gerne auch großformatig, stets aber abstrakt. Das detailgetreue Malen ist so gar nicht meins, ich habe es immer wieder versucht, auch in Kursen, doch die meisten Bilder blieben unvollendet… ich fühle mich im Atelier am lebendigsten, wenn ich einfach bunt drauf loslegen kann – und mich selber davon überraschen lasse, was entstehen möchte. Da ist sie dann wieder: die Freude an Farben!

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Ein Gedanke zu „Die Freude an Farben“

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